Bekleidung für den Hund

Nein, hier geht es nicht um Halloween-Kostüme, Alltagskostüme oder irgendwelche Kostüme für Hunde. Ich bin wahrlich kein Fan davon. Wir können unseren Hunden viel Gutes tun, wenn wir ihnen die richtige Bekleidung zur richtigen Zeit zukommen lassen. Vor allem, wenn wir erkennen, wann sie notwendig ist.

Wozu braucht ein Hund Bekleidung?

Ich beginne das Thema mal mit einem einfachen Foto.

Foto: wildhund.de

Eine Bracke steht in Schutzweste vor einem Keiler. Auf Nachsuche nach verletztem Wild, kann diese Situation für den Hund brandgefährlich werden. Die Schutzweste schützt die wichtigsten Organe vor den Angriffen des Keilers.

Hier würde wohl niemand auf die Idee kommen, die Sinnhaftigkeit dieser Weste in Frage zu stellen. Warum auch?

Auf der anderen Seite wurde ich in letzter Zeit auf der Straße mit Fragen konfrontiert, die mich stutzen lassen.

„Muss der arme Hund ’sowas‘ tragen?!“

Ohja, das Lieblings-Hobby der Deutschen: Stellvertretende Empörung.

Man sollte ja meinen, dass ich bei einem Phänotyp wie Miras andere Fragen gestellt bekomme. Dafür wird sie von manchen Passanten behandelt, als ob ich sie in einer Eisernen Jungfrau herumführen würde. Während ich mit Mira unterwegs bin, beugen sie sich zu ihr hinunter (findet sie total toll), gucken ihr ins Gesicht und fragen: „Muss der arme Hund sowas tragen?“. Natürlich an mich gerichtet, aber mich muss man dabei anscheinend nicht ansehen. Ich antworte meistens mit gleichwertigem Sarkasmus.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch diejenigen, die interessiert nachfragen.

Ja, muss er!

Während Mira draußen maximal mit ihrem Mantel unterwegs ist…

Mira im Mantel

… sieht es drinnen noch viel schlimmer aus!

Nein, ihre Bekleidung hat einen sinnvollen Hintergrund. Zu dem Zeitpunkt, als das Foto aufgenommen wurde, kam ich gerade mit Mira vom Laufen zurück. Das Wetter ist herbstbedingt eher nass, kalt und matschig. Bekannterweise hat Mira Arthrose an diversen Gelenken und soll deswegen schnell trocknen. Auf der anderen Seite sollen ihren Muskeln warm bleiben. Das vermindert möglichen Muskelkater und ich kann sie danach noch ganz entspannt ein wenig dehnen.

Der gleiche Grund steckt natürlich auch hinter ihrem Mantel. Er ist ungefüttert und hat Fleece auf der Innenseite. Arthrose und Kälte sind zwei Dinge, die sich nicht vertragen und Schmerzen bereiten. Warme Gelenke sind geschmeidiger und weniger schmerzhaft. Dafür soll draußen bei unter 8 Grad oder Frost der Mantel sorgen. Bei Hunden mit geringer Unterwolle würde ich einen gefütterten Mantel empfehlen. Miras neuer Mantel wird auch bald ankommen und den werde ich euch sehr gern vorstellen.

Söckchen. Ich gebe zu, Mira sieht zum Sterben niedlich darin aus. Aber auch sie haben ihre Funktion. Wir haben ausschließlich Fliesen und Laminat im Haus. Obwohl ich Mira regelmäßig das Fell an den Pfoten kürze, rutscht sie auf dem Boden nicht unerheblich. Das muss nicht für jeden Hund gleich dramatisch sein. Mit einer Hüfte, die nicht ganz in der Pfanne liegt und Hüftarthrose ist das aber unnötig schmerzhaft für die eh schon chronisch verspannte Muskulatur. Deswegen: Stoppersöckchen!

Es gibt unzählige Möglichkeiten seinen Hund in allen Lebenslagen zu unterstützen. Als weiteres Beispiel möchte ich noch die Schwimmweste nennen, die ihr in meinem Beitrag vom Sommer sehen könnt (HIER!). Aber auch Läufigkeits- oder Inkontinenzhosen, Ohrenmützen für die lagen Schlappohren beim Fressen und noch viele viele weitere Accessoires.

Sicherlich haben wir mit Mira eine unheimlich sanfte Hündin, die sich sehr viel gefallen lässt und weder bei den Socken, noch bei den diversen Mänteln bisher gemurrt hat. Dennoch gibt es einige Hunde, die sich mit den Accessoires schwer tun. Deswegen: Gewöhnt eure Vierbeiner in Ruhe an solche Neuheiten. Einfach gesagt: Die Socken bspw. bringen euch nichts, wenn euer Hund sie sich ständig wieder von den Pfoten zieht.

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Denise Töpfer

Hundephysiotherapeutin

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